PfotenFreunde Sardinien e.V.

Ein katzensicherer Garten – leicht gemacht dank Kabelbinder

Neuigkeit

Wir haben unseren Garten direkt nach dem Einzug katzensicher gemacht. Damals waren die Heckenbüsche noch klein. Aber auch ein eingewachsener Garten lässt sich mit etwas mehr Aufwand sichern. Vor zwei Jahren haben wir zum Beispiel problemlos das Netz ausgetauscht. Dafür mussten wir die Hecke seitlich so zurückschneiden, dass sie wieder bündig mit dem Zaun abschloss. So beulte das neue Netz nicht nach außen aus.Auch die Höhe der Hecke halten wir durch regelmäßigen Rückschnitt auf Höhe des Netzes. So kommt keines unserer Fellkinder auf die Idee, in der Hecke über das Netz zu klettern.

So ist unser Zaun aufgebaut

Auf unserem 1,20 Meter hohen Stabgitterzaun sitzt ein etwa 80 Zentimeter hohes Netz. Der Zaun schließt unten bündig mit dem Boden ab und verhindert so, dass Katzen darunter hindurchschlüpfen können. Das Netz haben wir online als Meterware in der passenden Länge und Höhe bestellt. Es gibt verschiedene Anbieter und Ausführungen – zum Beispiel drahtverstärkte oder nicht drahtverstärkte Netze in unterschiedlichen Farben.

Unser Netz ist schwarz, aus Nylon und nicht drahtverstärkt. In der Hecke fällt es kaum auf.
Das Netz wird von zwei Meter langen Alu-Rundstangen aus dem Baumarkt gehalten. Wir haben die Stangen mit stabilen Kabelbindern jeweils oben und unten an den Zaunpfosten befestigt. Unsere Zaunpfosten stehen 2,50 Meter auseinander. Das reicht, um das Netz zu tragen; vermutlich wären engere Abstände der Stangen noch stabiler.
An jeder Alustange haben wir zwei Netzhalterklemmen angebracht. Unsere stammen aus einem Onlineshop für Katzenzubehör; ähnliche Klemmen sind vermutlich auch anderswo erhältlich. Die Klemmen sitzen auf 1,20 Meter Höhe – dort, wo der Stabgitterzaun endet – und am oberen Ende der Stange, also auf zwei Metern.

Das Netz befestigen

Zuerst haben wir das Netz locker über die oberen Klemmen gehängt. Am Rand sollte zunächst etwas Netz überstehen, da es sich beim Anbringen noch verziehen kann.
Wenn das Netz über die gesamte Länge hängt und an beiden Enden genügend Überstand vorhanden ist, wird ein Nylonseil durch die obere Netzkante gefädelt. Das Seil führt dabei auch durch die Ösen der oberen Netzhalterklemmen an den Alustangen. Das Netz sollte möglichst gerade und ohne Zug herunterhängen. Es darf aber auch nicht zu straff gespannt sein. Zum Schluss werden die Seilenden fest verknotet.

Anschließend wird der untere Netzrand befestigt. Dafür kann man wieder ein Seil durch das Zaungitter und das Netz fädeln. Da unser Zaun sehr lang ist, haben wir das Netz stattdessen alle paar Zentimeter mit Kabelbindern am Zaungitter befestigt. Wichtig ist, dass keine Lücken bleiben, durch die Katzen schlüpfen oder beim Klettern versehentlich hindurchfallen könnten.

Die Tore sichern

Unser Garten hat zwei unterschiedliche Tore, für die wir jeweils eine eigene Lösung brauchten.
Das 1,20 Meter hohe Stabgittertor haben wir ähnlich wie den Zaun gesichert. Dabei muss man besonders darauf achten, dass keine Spalten entstehen, durch die sich Katzen hindurchzwängen können. Auf der Anschlagseite haben wir das Netz vom Zaun aus weitergeführt. Nur an der Seite, an der das Tor nach innen schwingt, haben wir es so zugeschnitten, dass es sich mit dem Tor bewegt. Am zweiten Torpfosten haben wir das Netz mit einer Alustange neu befestigt und anschließend am Zaun weitergeführt.


Unser zwei Meter hohes Holztor lud zum Überklettern ein. Deshalb haben wir mit angeschraubten Balken eine Befestigung für das Netz auf 2,60 Meter Höhe geschaffen. Am Holz konnten wir das Netz mit Schraubhaken befestigen.

Auf mögliche Lücken achten

Bei der Gartensicherung ist entscheidend, dass keine Lücken bleiben, die zum Durchschlüpfen einladen. Besonders wichtig sind der Abstand zwischen Zaun und Boden sowie die Übergänge zwischen Zaun und Netz. Bei uns endet der Zaun bündig an der Hauswand und am Gartenhaus. Deshalb konnten wir die jeweils letzte Alustange bündig am letzten Zaunpfosten befestigen. Die Lücke am Holztor haben wir vorsichtshalber mit einem Holzbalken geschlossen.
Auch Bäume und andere Bauteile in Zaunnähe können Katzen als Kletterhilfe dienen – am besten prüft man den Garten deshalb aus Katzensicht.
Die ersten Ausflüge in den Garten sollten begleitet werden: Katzen sehen die Welt schließlich mit anderen Augen als wir. So lässt sich beobachten, ob die Sicherung hält und ob irgendwo ein Ausbruchsweg übersehen wurde.

Ist der Garten wirklich ausbruchsicher, können Mensch und Katz endlich gemeinsam das Gras unter den Füßen beziehungsweise Pfoten genießen. Es ist eine große Freude zu sehen, wie aus Stubentigern echte Frischluft-Fans werden. Unsere Katzen blühen in ihrem kleinen Stück „Draußen“ richtig auf – die Arbeit hat sich mehr als gelohnt!

Vielen Dank an Susanne R., Adoptantin von Fufy und,Stefanella für den Bericht.

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