Manchmal braucht ein Hund einfach jemanden, der nicht aufgibt. ❤️
Simba liegt da. Entspannt. Mit diesem ganz besonderen Blick, den nur ein Hund haben kann, der endlich angekommen ist. Die Sonne im Gesicht, die Nase im Wind und die Welt um sich herum. Ein ganz normaler Hund. Und genau das ist das Wunder. Denn Simba war einmal alles andere als ein normaler, unkomplizierter Familienhund.

Simba kam als Welpe zu einer Familie. Doch statt Liebe, Geborgenheit und einem Zuhause erwartete ihn dort ein Leben an der Kette. Sozialkontakte? Fehlanzeige. Weder bei anderen Hunden noch bei Menschen durfte Simba lernen, wie Miteinander funktioniert. Irgendwann wurde er der Familie abgenommen. Man möchte an dieser Stelle sagen: Jetzt wird alles besser. Wurde es aber leider nicht. Simba kam zu einem Menschen, der ihn in einem kleinen, dunklen Verschlag hielt. Kaum Futter, kaum Bewegung, keine sozialen Kontakte. Simba magerte immer mehr ab.
Bis endlich ein Pflegestellenangebot kam. Endlich eine Chance! Doch als Simba dort ankam, zeigte sich schnell, wie groß seine Defizite waren. Mit den vorhandenen Hunden kam er nicht zurecht, auch die Katze war für ihn ein absolutes No-Go. Also musste Simba wieder weg.
Dann fanden wir eine eigentlich richtig nette Pflegestelle. Eine Pflegestelle, die bereit war, mit Simba zu arbeiten. Doch dann kam das Leben dazwischen. Und Simba? Der hatte inzwischen gelernt, Situationen sehr genau zu lesen. Er hatte und hat – wie wir heute wissen – unglaublich feine Antennen. Und er wusste diese hilflose Situation der Pflegestelle durchaus für sich zu nutzen. Also wieder ein Neustart.
Und dann kamen Anja und Harald. Heute würden wir sagen: Das war der Sechser im Lotto. 🍀


Allerdings sah das am Anfang überhaupt nicht nach einem Lottogewinn aus. Denn Simba war … nun ja … Simba. Er war distanzlos, hinterfragte wirklich ALLES, kam kaum zur Ruhe und wusste mit anderen Hunden überhaupt nichts anzufangen. Hundesprache? Kannte er nicht. Menschensprache? Kannte er auch nicht. Ein „Nein“? War für Simba eher eine freundliche Einladung zur Diskussion. Und Hundebegegnungen waren eine regelrechte Kugelfuhr.
Anja und Harald kamen an ihre Grenzen. Und wahrscheinlich hätte sich so mancher an dieser Stelle gefragt: Warum tun wir uns das eigentlich an? Denn seien wir ehrlich: Wenn ein Hund schwierig ist, dann ist es heute leider viel zu schnell getan. Schwierig? Dann muss er eben weg. Wir könnten jetzt natürlich scherzhaft die berühmte Amazon-Rückgabeklausel bemühen: „Artikel entspricht nicht unseren Erwartungen. Wir schicken ihn zurück.“
Nur mit dem kleinen Unterschied, dass Simba kein Artikel ist. Er ist ein Lebewesen. Und genau deshalb haben Anja und Harald nicht aufgegeben.
Sie holten sich Unterstützung. Ein Hundetrainer nahm nicht nur Simba, sondern auch Anja und Harald an die Pfote. Und dann hieß es: Üben.
Es gab riesige Schritte nach vorne und viele Schritte zurück. Tage, an denen alles wunderbar funktionierte. Begegnungen, die plötzlich klappten. Situationen, bei denen man dachte: Ja! Wir haben es geschafft! Und dann kam wieder ein Tag, an dem Simba in alte Muster zurückfiel. So ist das eben, wenn ein Hund ein ganzes Leben voller falscher Erfahrungen mit sich herumträgt.



Und manchmal muss man einem Hund hundertmal zeigen, dass ein „Nein“ kein Grund zur Angst ist. Dass Grenzen nichts Schlimmes sind. Dass Menschen zuverlässig sein können. Dass andere Hunde keine Bedrohung darstellen. Dass man nicht ständig selbst die Kontrolle übernehmen muss. Anja und Harald blieben dran. Und Simba lernte. Langsam. Schritt für Schritt. Bis irgendwann etwas passierte, das für uns das Schönste überhaupt ist:
Simba konnte endlich loslassen.

Heute ist aus dem Hund, bei dem man anfangs dachte: „Auf keinen Fall kann der hierbleiben!“ ein Hund geworden, bei dem man sagt: „Komm einfach mit, Simba. Du bist super.“ ❤️ Simba versteht heute die Hundesprache. Er versteht die Menschensprache. Er ist sozial geworden und kommt mit den anderen Hunden zurecht. Und Anja? Die ist längst zu seinem Lieblingsmensch geworden. Er vertraut ihr. Er vertraut Harald. Er vertraut seinem Umfeld. Und vor allem: Er vertraut darauf, dass sein Leben nicht wieder aus den Fugen gerät.
Simba ist angekommen. Und wisst ihr, woran man das u.a. erkennt? Er schläft tief und fest. Ein Hund, der tief und entspannt schläft, muss nicht mehr ständig auf der Hut sein. Er muss nicht mehr kontrollieren, was um ihn herum passiert. Er darf einfach Hund sein. Und genau das ist Simba heute. Aus dem Hund, der früher kaum mit sich und seiner Umwelt zurechtkam, ist ein Begleiter geworden, den man selbstverständlich mitnimmt. Weil er dazugehört. Weil man ihm die Zeit gegeben hat. Und weil zwei Menschen nicht aufgegeben haben, als es schwierig wurde.

Simba ist der beste Beweis dafür, was passieren kann, wenn man einen Hund nicht aufgibt.
Natürlich ist nicht jeder Hund für jede Familie geeignet. Und ja, manchmal braucht es auch einfach professionelle Hilfe ( schau gerne mal bei unserer 3-3-3 Regel). Aber Simbas Geschichte zeigt etwas ganz Entscheidendes: Hinter einem schwierigen Verhalten steckt eine Geschichte und hinter einem „schwierigen Hund“ steckt ein wunderbarer Hund, der einfach noch nie die Chance bekommen hat, einer zu sein.
Simba hat diese Chance bekommen. Heute ist er kein Problemhund mehr. Heute ist Simba einfach: Simba. Ein glücklicher, sozialer, entspannter Hund.
Ein Traumhund eben. 🐾❤️
Und seine Familie ist glücklich darüber, dass sie diesen wundervollen Hund nicht aufgegeben haben. Möchtest du Simbas ganze Geschichte lesen, dann schau mal hier.


























