PfotenFreunde Sardinien e.V.

Wenn aus einem Traum eine noch größere Familie wird

Neuigkeit

Manchmal beginnt eine Geschichte mit einem kleinen Gedanken. Manchmal braucht es nur den richtigen Menschen, der den entscheidenden Anstoß gibt. So war es auch bei Claudia und Markus.

Akko, ihr stolzer Rottweiler-Rüde, war ihr erster Hund. Gemeinsam haben sie sich mit viel Liebe, Verantwortung und Unterstützung ihrer Hundetrainerin Alex Schritt für Schritt in das Abenteuer Hundeleben hineingefunden. Durch Alex, die kurz zuvor Akkos zukünftigen „Schwager“ Dante adoptiert hatte, erfuhren sie von dessen Schwester Béatrice Nera, die noch auf Sardinien auf ihre Familie wartete.

Der Funke sprang sofort über. Aus einem ersten Blick auf die Bilder wurde der Wunsch, diesem kleinen Hundemädchen ein Zuhause zu schenken. Dass Alex ihnen nicht nur den entscheidenden Hinweis gab, sondern ihnen auch weiterhin mit ihrer Erfahrung als Hundetrainerin zur Seite steht, gibt Claudia und Markus zusätzliche Sicherheit. Akko durfte ihre Hundeschule bereits besuchen und natürlich wird auch Bea dort ihre ersten Schritte machen – mit dem schönen Nebeneffekt, dass sie ihren Bruder Dante regelmäßig wiedersehen kann.

Was uns an dieser Familie besonders berührt, ist ihre Einstellung. Sie möchten nichts dem Zufall überlassen, bereiten sich sorgfältig vor, fragen nach, lernen dazu und begegnen ihren Hunden mit ganz viel Herz, Geduld und Verstand. Genau so wünschen wir uns Adoptionen: verantwortungsvoll, liebevoll und mit dem festen Willen, einem Hund für immer ein Zuhause zu schenken.

Wie sich das Zusammenleben mit der kleinen Béatrice entwickelt hat, erzählen Claudia und Markus – und am Ende auch Akko – am besten selbst:

Der Gedanke an einen Zweithund begleitete uns schon eine ganze Weile. Er schlich sich immer wieder in unseren Kopf, wurde besprochen und abgewägt. Immer hatten wir unseren Akko im Kopf, unseren stattlichen fast 4 jährigen Rotti-Jungen, der bei uns zu Hause der absolute Prinz ist. Wird es ihm gut tun, wenn plötzlich noch ein Zweithund dazu kommt? Wie wird er damit zurecht kommen? Die nächste große Hürde war der Job, denn schließlich sollen beide Fellnasen uns auch ins Büro begleiten dürfen. Als es von Seiten des Arbeitgebers „grünes Licht“ für einen Zweithund gab, nahm alles sehr schnell seinen Lauf.

Über unsere liebe Hundetrainerin, die selber gerade einen Pflegehund, den kleinen Dante, aufgenommen hatte, erfuhren wir von Dantes Schwester, Béatrice, die jetzt in Sardinien auf ihren Weg zum Glück wartete. Die ersten Bilder von ihr und wir hatten unser Herz bereits verloren. Der Kontakt zur Tierschutzorganisation war schnell hergestellt und unsere Fragen wurden mit viel Geduld und Herzblut beantwortet. Das Formelle war schnell erledigt und der Tag des Transports unserer kleinen Bea rückte immer näher. Die Aufregung wuchs und die Vorbereitungen zu Hause waren in vollem Gange. Und dann war sie endlich da. Unsere kleine Bea!


Die erste Begegnung mit Akko war etwas impulsiv, denn unser Akko musste erstmal zeigen, wer der Boss ist. Die ersten Tage war unsere Bea noch sehr zurückhaltend. Der Lieblingsplatz von Akko auf dem Sofa wurde schon geduldig geteilt und heute sieht man nur noch einen großen Haufen kleine und große Pfoten. Das Spielzeug wird ebenso geteilt. Dabei liebt Bea es, Akko das Spielzeug zu klauen, wenn er es sich gerade geholt hat.

Bea ist jetzt seit Mitte Juni 2026 bei uns und hat sich sehr gut eingelebt. Sie liebt Leckereien wie Wassermelone , Heidelbeeren, Gurke, Ei, Skyr und vieles mehr. Bei Skyr und Quark wird sich der Löffel mit Akko geteilt. Viele Männer findet sie noch gruselig, ebenso Alltagsgeräusche. Im Büro lebt sie sich gut ein und wird jeden Tag etwas mutiger. Sie mag es Kleidung herumzutragen und darauf herum zu kauen. Sie hört gut auf ihren Namen und der Rückruf klappt auch schon ganz gut. Die erste Trainingseinheit steht vor der Tür.

Mir als Mama folgt sie auf Schritt und Tritt. Bei uns im Bett schlafen findet sie super, dabei schnarcht sie leise und zufrieden. Sie ist so lustig und bringt uns zum Lachen. Wir sind immer gespannt, was sie als nächstes anstellt…Mit den anderen 3 Rottweiler in der Familie hat das erste Zusammentreffen super geklappt und alle haben zusammen gegrillte Kartoffeln gegessen. Kuscheleinheiten liebt sie.

Anfangs war ich mir ja nicht ganz sicher, was dieses kleine Hundemädchen eigentlich in meinem Zuhause wollte. Mein Spielzeug wurde plötzlich zum Kauspielzeug erklärt und ich musste als Chef des Hauses erst einmal tief durchatmen. Aber inzwischen haben wir festgestellt: Im Doppelpack lebt es sich eigentlich richtig gut.

Heute teilen wir uns das Sofa, flitzen gemeinsam durch den Garten, erkunden die Weinberge und ich passe immer besser auf meine kleine Schwester auf. Bea hat unsere Familie komplett gemacht – und ehrlich gesagt möchte ich sie inzwischen gar nicht mehr missen.

Lieber Akko, liebe Claudia und lieber Markus – wir danken euch von Herzen für euer Vertrauen und dafür, dass ihr Béatrice Nera ein so liebevolles Zuhause geschenkt habt. Es ist wunderschön zu sehen, wie aus einer kleinen Welpenmädchen und einem anfangs skeptischen großen Bruder ein echtes Team wird. Wir wünschen euch viele glückliche gemeinsame Jahre voller Abenteuer, Kuschelstunden und unvergesslicher Momente.

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