PfotenFreunde Sardinien e.V.

Abenteuer Pflegestelle – Teil 2

Dagmar Schulze-Frieling
Dagmar Schulze-Frieling

Abenteuer Pflegestelle (Teil 2 von 2)

Wollen Sie den ersten Teil des Abenteuers Pflegestelle lesen.
Hier geht es zum ersten Teil von Daggies Abenteuer als Pflegestelle mit Ambra!

Gegen 3.30 Uhr Sonntagmorgen kamen wir zuhause an und stellten die Box mit Ambra in einen Raum, so dass wir unsere Hunde einzeln zu ihr lassen konnten. Wie immer begrüßten unsere Hunde den Neuankömmling freundlich. Ambra traute sich allerdings nicht aus der Box. So stellten wir diese ins Wohnzimmer. Ich schlafe die ersten Nächte grundsätzlich im Wohnzimmer, da der Weg in den Garten kürzer ist…  

Gegen 7 Uhr war die Nacht vorbei und wir holten Ambra vorsichtig aus der Box. Sie hielt erstmal ein Sit-In ab und sah alles mit großen Augen an. Wir brachten die Maus dann in den Garten, damit sie sich auch lösen kann. Auch hier war erstmal Sit-In angesagt. Aber dann wurde Ambra doch neugierig und langsam erkundete sie den Garten.  

Nach Monaten in der L.I.D.A. spürte Ambra das erste Mal Gras unter den Pfoten, statt in einem kleinen Gehege in einem Garten, in dem sie sich gut bewegen konnte. Nach kurzer Zeit genoss sie die Bewegung und entwickelte schnell Spaß am Rennen, am Schnuppern und am Erkunden. In den nächsten Tagen taute Ambra immer mehr auf. War bei den ersten Spaziergängen noch Stop-and-Go angesagt, wurde sie schnell immer sicherer und hatte immer mehr Freude an den Spaziergängen. Ambra orientierte sich dabei sehr an unseren Hunden (und tut dies auch heute noch). 

Ambra ist immer noch vorsichtig abwartend, aber sie entwickelt sich stetig positiv. Ob es um das Laufen bei den Spaziergängen geht oder um den Rückruf, Ambra schaut immer was die anderen machen. Diese geben ihr Sicherheit.  

Aus dem zurückhaltenden Welpen ist ein menschenbezogenes Hundemädchen geworden, das es liebt, bei uns – oder bei einem unserer Hunde – zu liegen und sich anzukuscheln.  

Das ist der schönste „Lohn“ für unsere Arbeit als Pflegestelle! 

Ein Pflegi wirbelt natürlich erstmal einiges durcheinander: die Zusammenführung mit unseren Hunden, evtl. kurze Nächte, weil der Pflegi raus muss, erstmal nur kurze Gassi-Runden (die Gehege in der L.I.D.A. sind nicht so groß und es muss Muskulatur aufgebaut werden). 

Wenn es dick kommt, kann noch Durchfall durch Futterumstellung oder Würmer/Giardien hinzukommen. Oftmals sind Pflegis nicht stubenrein und an der Leine gehen muss geübt werden. Auch das Alleinbleiben muss langsam aufgebaut werden. 

Ja, es ist manchmal anstrengend, aber es ist ein so tolles Gefühl, wenn die Pflegepfoten auftauen und anfangen, ihr neues Leben zu genießen: wenn sie freudig durch den Garten wetzen, wenn sie beginnen uns vertrauen. Ich habe ehrlich gesagt immer Tränen in den Augen, wenn ein Pflegi das erste Mal durch unseren Garten springt und tollt, sich an uns drückt und kuscheln möchte (hin und wieder grinsen sie auch dabei). 

Manchmal geht es schnell. Manchmal braucht es aber auch einfach Zeit.  

Bei uns bekommt jeder Pflegehund die Zeit, die er braucht, um anzukommen.  

Sie brauchen Zeit und wir Menschen Geduld. 

Unser Motto: „Alles kann! Nichts muss!“ 

Jeder Pflegehund bleibt so lange bei uns, bis wir die richtigen Menschen für ihn gefunden haben. 

Es fällt uns nie leicht, unsere Pflegehunde gehen zu lassen, und sie bleiben auch immer „unsere“ Hunde. Aber es ist ein unbeschreibliches Gefühl mitzuerleben, wie Hunde, die teilweise Jahre in der L.I.D.A. waren, ihr neues Leben annehmen und es genießen. 

Wir haben zu all unseren Familien/Adoptanten noch heute Kontakt und freuen uns immer sehr, wenn wir Bilder und Videos von unseren Schützlingen bekommen. Unsere Pflegehunde geben wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge in ihre Familien. Mit einem lachenden Auge, weil wir uns freuen, dass die PfotenFreunde Sardinien e. V. es wieder geschafft haben, für unseren Pflegi ein großartiges Zuhause zu finden. Mit einem weinenden, weil wir unsere Pflegehunde vom ersten Moment an in unser Herz schließen. Ohne dies könnten wir diese wichtige Arbeit nicht leisten. 

Das ist es, was unsere “Arbeit” als Pflegestelle ausmacht. 

Und dann?

Dann geht das Abenteuer Pflegestelle weiter. Denn es wartet schon die nächste Pfote darauf, endlich in ein besseres Leben zu starten…  Haben Sie Lust sich auf das „Abenteuer Pflegestelle“ einzulassen? Möchten Sie Sprungbrett für unsere Pfoten aus der L.I.D.A. sein? 

 

Hier können Sie sich über die „Arbeit als Pflegestelle“ bei PfotenFreunde Sardinien e. V. informieren Pflegestelle werden – Hunde – PfotenFreunde Sardinien e.V. (pfotenfreunde-sardinien.de)  

Oder Sie melden sich unter folgender Mailadresse:  kontakt@pfotenfreunde-sardinien.de 

Unsere Vermittlerinnen erklären Ihnen gerne alles und beraten Sie. 

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