Im Tierheim war der Kater Umberto kaum zu sehen – ängstlich lag er in der Ecke auf seinem Kratzbaum. Mit großen, unsicheren Augen hat er uns bei unserem Besuch im November angeschaut.
Deshalb haben wir beschlossen, dass er im Februar zu uns reisen durfte. Wir ließen ihn in seinem Tempo ankommen. Die ersten Tage verbrachte er in seiner Kratzbaumhöhle und fauchte und knurrte uns an, sobald wir näher kamen. Mit jedem Tag, der verging, sahen wir, wie er sich veränderte. Es begann mit einem vorsichtigen Blick aus seiner Höhle, der nicht mehr voller Panik war. Sobald wir ganz ruhig auf dem Boden saßen, traute er sich langsam zu uns her.
Nach vielen Stunden voller Geduld und Liebe, in denen er verstanden hat, dass unsere Worte und liebevollen Berührungen nichts Bedrohliches waren, begann er zutraulicher zu werden. Schritt für Schritt hat er seine Angst hinter sich gelassen.
Eigentlich sollte er unser Pflegekater sein, doch er hat unsere Herzen erobert. Und so hat er bei uns sein Für-Immer-Zuhause gefunden.
Drei Wochen später ist er nicht mehr wiederzuerkennen. Aus einem ängstlichen Kater wurde ein ganz liebevoller Schmusetiger, der von Streicheleinheiten nicht genug bekommt und dabei laut schnurrt. Mit seinen neuen Katzenkumpels tobt er durch unsere Wohnung. Wenn wir nach Hause kommen, läuft er freudig auf uns zu.
Umberto hat uns gezeigt, dass hinter jeder ängstlichen Katze ein treues Familienmitglied stecken kann, das eine zweite Chance verdient und nur darauf wartet, geliebt zu werden.
Schenkt einer ängstlichen Katze ein Zuhause und sie wird es euch mit Liebe und Vertrauen danken!
Ein größerer Beitrag zu ängstlichen Katzen folgt bald!




