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Furby

Update Januar 2023

Schon Ende Oktober hatte Furby das geschafft, was wir niemals für möglich gehalten hätten: er durfte die Tierheimpforten hinter sich lassen und machte sich auf den Weg zu seiner Pflegefamilie nach Bornheim in NRW. Sein spärliches Köfferchen, das er gepackt hatte, hatte es allerdings in sich, zumindest in medizinischem Sinne.

Neben einigen Mittelmeerkankheiten hatte er auch ein Wirbelsäulentrauma mit im Gepäck. Er hatte vermutlich einen Schlag auf die Wirbelsäule bekommen, auf den Röntgenbildern ist dies erkennbar. Der Schwanz von Furby ist gelähmt und durch das Trauma ist er Stuhl- und Urin inkontinent. Er trägt Hundewindeln und ist mittlerweile sehr gut eingestellt. Er macht 2-3x am Tag sein großes Geschäft.

Das waren die schlechten Nachrichten – aber wir haben vor allem jede Menge Positives über Furby zu erzählen, den wir, das nur am Rande, alle als ausgesprochen hübsch erachten. Seine Narbe im Gesicht erzählt nur eine seiner unzähligen Geschichten und sie macht ihn ganz besonders. Eigentlich dachten wir Furby wäre sehr ängstlich und es würde u.U. Wochen dauern bis er sich öffnen würde. Aber nichts davon ist eingetreten.

Furby ist ein Schatz, ein riesengroßer Schatz. Er ist überhaupt nicht ängstlich – natürlich auch kein Haudegen – aber er ist angenehmer Zeitgenosse, kuschelig und sehr menschenbezogen und freut sich über jede Aufmerksamkeit und Streicheleinheit. Er liebt es gebürstet zu werden und auch die täglichen Popo Duschen sind überhaupt kein Problem.

Furby kann gut alleine bleiben, fährt gerne im Auto mit, liebt es draußen zu sein und auch bei den Spaziergängen an der Leine zeigt er sich vorbildlich. Er versteht sich super mit seinen Artgenossen, egal ob männlich oder weiblich und auch die Katzen im Haushalt der Pflegestelle haben vor ihm nichts zu befürchten.

Er ist streng genommen ein Allrounder, der bis auf wenige Ausnahmen alles kann.

Was ihm zu seinem Glück noch fehlt ist das endgültige Zuhause.

Finden wir die Nadel im Heuhaufen, eine Familie oder eine alleinstehende Person, die vielleicht schon Erfahrungen in einem solchen Bereich machen konnte und sich der Aufgabe Furby annehmen möchte?

Es ist eine Herzensangelegenheit und für Furby eine Erfahrung, die er in seinem Leben sicherlich so noch nie machen durfte. Ein Mensch, eine Seele mit Herz und Empathie und ein Zuhause nur für ihn. Endlich heimkommen!


Update August 2022: wunderschöner Furby, deine Geschichte berührt mich jede Minute. Leider gab es bis heute nicht eine Anfrage für den schönen, großen Weißen. Dabei braucht gerade er so dringend ein Zuhause oder eine Pflegestelle. Wer öffnet sein Herz für den schönen Furby?

Tierschützer beobachteten schon einige Zeit zwei Hunde, die immer zusammen unterwegs waren. Sie machten sich gemeinsam auf, um Futter zu suchen, um sich zu schützen oder einfach damit keiner alleine war. Sie nannten die beiden Macchia und Furby und jeden Abend brachten die Tierschützer den Hunden Futter, um so ihr Vertrauen zu gewinnen.

Natürlich wäre es am schönsten wenn die Tiere einfach dort bleiben könnten, wo sie sich gerade niedergelassen haben. Doch vielen Menschen sind streunende Hunde ein Dorn im Auge. Sie werden ge- oder verjagt, vergiftet, erschossen oder man versucht sonstwie sie loszuwerden. Außerdem konnte man bei Furby einen Analprolaps erkennen. Daher wurde versucht, die Beiden einzufangen.

Mit Macchia war das dank seiner Menschenbezogenheit auch kein Problem. Und so konnte er an einem Abend Mitte November in unser Partnertierheim nach Olbia gebracht werden. Bei Furby war es nicht ganz so einfach. Furby war wochenlang unterwegs, besser gesagt, er war auf der Flucht. Macchia war sehr traurig. Auch wenn er der Rudelführer war, vermisste er ganz offensichtlich seinen besten Freund. Und Furby erging es auch nicht besser. Sein Fels in der Brandung war weg, und er musste sich alleine durchschlagen. Doch es kam der Tag an dem wir auch Furby einfangen konnten.

Es war ein sehr bewegender Moment, als man Macchia, der ja nun schon einige Zeit in unserem Partnertierheim war, mit Furby endlich wieder vereinte. Die Freude der beiden war riesengroß.

Furby wurde in der Tierklinik wegen seines Analprolapses untersucht. Doch hier besteht kein Handlungsbedarf und er muss auch nicht operiert werden. Furby hat bislang sicherlich kein gutes Leben gehabt. Er ist ein sehr schüchterner Hund und seine Erfahrungen haben ihn lediglich gelehrt, dass Menschen zu meiden sind. Ob seine Narbe am Kopf von Menschenhand gemacht ist, oder ob er sich diese vom Leben auf der Straße zugezogen hat, wissen wir nicht.

Nun sind wir versucht zu sagen, dass wir diese beiden ziemlich besten Freunde nicht mehr trennen wollen. Es wäre aus menschlicher Sicht betrachtet ein Herzenswunsch, dass die Beiden ihr restliches Leben gemeinsam bestreiten dürften. Doch wir glauben auch, dass sich Furby immer im Schatten von Macchia bewegen wird und seine sichere Stellung nicht verlassen wird. Doch genau dies muss er tun, um sich uns Menschen öffnen zu können. Das heißt, wir suchen hundeerfahrene, geduldige Menschen, die Furby souverän, konsequent, aber liebevoll in ein Leben führen, das er so sicherlich niemals kennenlernen durfte. Mindestens ein souveräner Hund muss bereits mit im Haushalt leben. Er wird Furby zeigen, dass das Leben in einer Familie so viele Vorteile bietet. Ein gut und hoch eingezäunter, hundesicherer Garten ist hier ebenso Voraussetzung.

Einfühlsame Kinder ab 16 Jahrenkönnen gerne im Haushalt leben. Kleinere Kinder und ein unruhiger Haushalt würden sich kontraproduktiv auf Furbys Entwicklung auswirken.

Von Herzen würden wir uns wünschen, dass Furby den Sprung in eine Familie schafft, dass er endlich- vermutlich das erste Mal in seinem Leben – in den Genuss kommt, ein richtiges Zuhause sein eigen nennen zu dürfen.

Einen Hund wie Furby ins Leben zu begleiten erfordert Geduld und Spucke, und neben kleinen Fortschritten auch viele Rückschritte. Aber aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass es nichts Schöneres gibt, wenn genau dieser Hund sein Herz für Sie öffnet und sein Leben vertrauensvoll in Ihre Hände legt.

Hinweis:

Alle Angaben entsprechen dem Kenntnisstand unserer sardischen Kollegen und Tierärzten sowie unserer persönlichen Einschätzung bei der Sichtung der Tiere vor Ort. Alter, Größe und Gewichtsangaben können abweichen. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich. Die Mehrzahl unserer Vermittlungstiere hat nie ein festes Zuhause kennengelernt und mit Menschen wenig oder keine guten Erfahrungen gemacht. Diese Prägungen können bei einigen Tieren psychische Spuren oder körperliche Defizite hinterlassen.

Hinweis:

Die Angaben über die Tiere in Deutschland, werden in Zusammenarbeit mit unseren Pflegestellen laufend aktualisiert und neu bewertet. Alle Hunde, die in Deutschland auf einer Pflegestelle sind, werden mindestens einmal einem Tierarzt vorgestellt. Beim ersten Check werden Augen, Ohren, Zähne, Herz, Lunge, etc. kontrolliert. Zudem wird dem Hund Blut zur Kontrolle der Reisekrankheiten entnommen. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich. Die Mehrzahl unserer Vermittlungstiere hat nie ein festes Zuhause kennengelernt und mit Menschen wenig oder keine guten Erfahrungen gemacht Diese Prägungen können bei einigen Tieren psychische Spuren oder körperliche Defizite hinterlassen.

Alex Sieber

Alex Sieber

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Anja aus Nordrhein-Westfalen

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Andere Hunde in der Vermittlung

Lollino

Wenn Lola und Lollino sprechen könnten, dann hätten sie uns wohl viel zu erzählen. Aber leider kennen wir nicht ein einziges Puzzleteil aus ihrer Vergangenheit, und so müssen wir uns mit dem zufrieden geben, was wir uns anhand ihrer Reaktionen zusammenreimen können.
Wenn sie jemals ein Zuhause hatten, dann war es mit Sicherheit kein gutes. Die beiden sind seit kurzem in unserem Partnertierheim, die L.I.D.A. in Olbia. Sie waren bei ihrer Ankunft in einem erbärmlichen Zustand, dem Tod näher als dem Leben. Sie waren nicht nur mager, sie waren halb verhungert. In der L.I.D.A. sind sie nun sicher, werden gepäppelt, bekommen die ersten Untersuchungen und soviel Zuwendung wie es die Zeit der L.I.D.A. Mitarbeiter zulässt.

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Lola

Wenn Lola und Lollino sprechen könnten, dann hätten sie uns wohl viel zu erzählen. Aber leider kennen wir nicht ein einziges Puzzleteil aus ihrer Vergangenheit, und so müssen wir uns mit dem zufrieden geben, was wir uns anhand ihrer Reaktionen zusammenreimen können.
Wenn sie jemals ein Zuhause hatten, dann war es mit Sicherheit kein gutes. Die beiden sind seit kurzem in unserem Partnertierheim, die L.I.D.A. in Olbia. Sie waren bei ihrer Ankunft in einem erbärmlichen Zustand, dem Tod näher als dem Leben. Sie waren nicht nur mager, sie waren halb verhungert. In der L.I.D.A. sind sie nun sicher, werden gepäppelt, bekommen die ersten Untersuchungen und soviel Zuwendung wie es die Zeit der L.I.D.A. Mitarbeiter zulässt.

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Pfote in Not

Bandito

Der kleine Bandito ist leider völlig gestresst in unserem Tierheim. Wer kann ihm helfen?

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Pfote in Not

Italo

Italo kam im Sommer 2022 in unser Partnertierheim, die L.I.D.A. in Olbia, Sardinien.

Er wurde in der Umgebung von Isticadeddu eingefangen, als er auf eine Straße lief, weil er von Kindern verjagt wurde.

Nun ist dieser wunderschöne Maremmanomischling in Sicherheit, ist tiermedizinisch untersucht worden, gechipt und geimpft.

In der L.I.D.A. zeigt er sich lieb aber zurückhaltend. Als wir ihm etwas Zeit zum Schnuppern und Kennenlernen gaben, kam Italo auf uns zu und genoss dann unsere Aufmerksamkeiten sehr. Er ließ sich gerne streicheln, und wir konnten gar nicht müde werden, diesen wunderschönen Kerl mit dem reinweißes, flauschigen Fell zu streicheln, so seidenweich fühlte es dich sich an.

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Carmelo

Carmelo und seine Geschwister erlitten das gleiche Schicksal wie so viele andere Welpen auf Sardinien: ungewollt und entsorgt wie Müll, in der Hoffnung, dass sie nie gefunden werden. Zum Glück aber wurden sie entdeckt und in die L.I.D.A., unser Partnertierheim in Olbia, gebracht.
In der L.I.D.A. sind Carmelo und seine Geschwister erstmal in Sicherheit und ihnen kann nichts mehr passieren. Hier wurden sie tierärztlich untersucht, gechipt, geimpft und entwurmt.
Carmelo ist ein aufgewecktes Kerlchen, offen, lieb und welpentypisch verspielt. Und vor allem ist er bereit, das Tierheim zu verlassen und in sein Glück auszureisen. Wir vermuten, dass die Geschwister ausgewachsen mittelgroß werden.

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Caly

Caly und seine Geschwister erlitten das gleiche Schicksal wie so viele andere Welpen auf Sardinien: ungewollt und entsorgt wie Müll, in der Hoffnung, dass sie nie gefunden werden. Zum Glück aber wurden sie entdeckt und in die L.I.D.A., unser Partnertierheim in Olbia, gebracht.
In der L.I.D.A. sind Caly und seine Geschwister erstmal in Sicherheit und ihnen kann nichts mehr passieren. Hier wurden sie tierärztlich untersucht, gechipt, geimpft und entwurmt.
Caly ist ein aufgewecktes Kerlchen, offen, lieb und welpentypisch verspielt. Und vor allem ist er bereit, das Tierheim zu verlassen und in sein Glück auszureisen. Wir vermuten, dass die Geschwister ausgewachsen mittelgroß werden.

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Infos zu den Icons der Hunde

Verträgt sich mit Hündinnen

Verträgt sich mit Rüden

Kleintiere – kommt mit Kleintieren zurecht.

Anfängerhund – der Hund ist auch für Hundeanfänger geeignet.

Familienhund – kann auch zu Familien mit Kindern vermittelt werden.

sozial

Katzenverträglich

Einzelprinz/-Prinzessin

Infos zu den Icons der Katzen

Katzenpärchen

Pärchen – die Katzen werden nur zusammen vermittelt.

Katze verträgt sich mit Hunden – wir haben bei diesem Tier festgestellt, dass bisherige Hundebegegnungen problemlos waren.

Freigänger

Freigänger – diese Katze wird nur an Adoptanten vermittelt, die einen Freigang der Katzen anbieten können.

Prinz/ Prinzessin – diese Katze kann nur an einen Einzelplatz vermittelt werden, da sie sich nicht mit anderen Katzen verträgt.

sozial

Katze verträgt sich mit anderen Katzen

Anfängerkatze – hierbei handelt es sich um eine problemlose Katze, die an den Halter keine besonderen Anforderungen stellt.

Familiengeeignet – für Familien (lebhaftere Haushalte) geeignet.