Viel zu früh ging unser Opi Nonno. So viel mehr Zeit mit seiner Petra hätten wir dem Zottel von Herzen gewünscht!
Dennoch sind wir froh, dass Nonno in seiner Zeit in seinem Zuhause seine Würde zurückerobern, sein Familienleben in vollen Zügen genießen konnte, von Herzen geliebt wurde und seinen letzten Weg in den Armen seines Herzensmenschen ging.
Lesen Sie hier den berührenden Abschied seines Frauchen:
Lieber Nonno,
so schnell wie Du in unser Leben gerauscht bist, so schnell hast Du Dich auch wieder davon gestohlen. 😢
Ich weiß noch, eigentlich wollte ich keine weitere Katze mehr adoptieren, war doch im Jahr zuvor erst mein Seelenkater Samson über die Regenbogenbrücke gegangen. Und doch bin ich felsenfest davon überzeugt, dass Samson Dich zu uns geschickt hat. Als ob etwas ganz Besonderes in Deinem und meinem Leben passieren sollte. Dass sich 2 Herzen finden und noch eine tolle, wenn auch zeitlich sehr eingeschränkte, Zeit mit einander verbringen sollten.
Dein Bild entdeckte ich eher zufällig auf Facebook und da wusste ich schon: Der Opi gehört zu uns.



Ich hab mich dann auch richtig angestrengt mit meiner Bewerbung für Dich und schließlich durftest dann auf den Transport zu uns nach Deutschland. 🥰
Das erste, was ich von Dir mitbekam, war eine lautstarke Unmutsäußerung… Mein lieber Schwan, was hattest Du für Oktaven drauf… 😂
Nach 2 Tagen Eingewöhnungszeit hattest Du ruckzuck hier das Zepter in der Hand und alles tanzte nach Deiner Pfeife 😹😹 Und sehr schnell war klar, Du warst stocktaub. Das tat aber Deiner Kommunikationsfreude überhaupt keinen Abbruch und ich musste immer lachen, wenn Du – mein kleiner Terrorzwerg – der Auffassung warst, dass ich Dein Futter nicht schnell genug zubereitete. 🤭 Hui, was kamen da für Töne aus dem zierlichen Körper. 😅
Du konntest singen, meckern, nerven und extreeeeem gut kuscheln. Was hatten wir so unendlich viele und schöne Kuscheleinheiten zusammen. Zusammen mit den anderen Fellnasen und mir, Deinem neuen Frauchen, Fernsehschauen, das war Dein absolutes Highlight.
Man merkte mit jedem Tag mehr, wie wohl Du Dich hier bei uns gefühlt hast, obwohl Du extrem starke Zahnschmerzen gehabt haben musst.
Da haben wir dann auch gar nicht lange gefackelt… Ab zu unserer supertollen Tierärztin und in einer „Vormittags-Session“ bekamst Du eine Zahn-Rundum-Sanierung. Kaum aus der Narkose erwacht und Bewegungen aus dem Augenwinkel registriert, da beschwertest Du Dich in den schönsten Tönen, dass man Dir gefälligst jetzt und sofort Aufmerksamkeit schenken möge.
Und ZACK! hattest Du mit Deinem unschlagbaren Charme auch die Herzen des Praxispersonals und der Ärztinnen gewonnen. Meine Familie und Deine Tante Susi hattest Du ja auch ruckzuck um den Finger gewickelt. 😁 Und Deine stylische Löwenfrisur, die wir Dir haben scheren lassen, weil da vom Fell wirklich nicht mehr viel zu retten war, die tat ihr Übrigens dazu, dass wir Dir alle hoffnungslos verfallen waren 😇
Mein liebes Löwchen, ich wusste vom ersten Augenblick an, dass ich mich da einen alten Kater mit einer deutlichen jahrelangen Vernachlässigung und einer medizinischen „Großbaustelle“ verliebt habe und dennoch wollte ich Dich haben und war so froh, dass die Pfotenfreunde Sardinien Dich gefunden und gerettet hatten!
Im Unterbewusstsein habe ich immer versucht, mich darauf vorzubereiten, dass Du möglicherweise nicht lange bei uns bleiben kannst. Dein kleiner klappriger Körper hatte wohl schon sehr lange gelitten und gekämpft. Aber, wir haben jeden Tag zum schönsten unserer Tage gemacht und man konnte sehen, wie sehr Du die Aufmerksamkeit liebtest.
Und dann war er da, der Tag vor dem ich mich so fürchtete. Du zeigtest mir ganz deutlich, dass Du – trotz all der Medikamente und aller Anstrengung unserer Tierärztin und mir – am Ende unseres gemeinsamen Weges angekommen warst. Du stelltest das Fressen ein, trinken wolltest Du auch nicht mehr, hinlegen oder gar kuscheln lehntest Du auch ab.
Du gabst mir einen letzten Köpfchenstupser und ich wusste es. Ich habe Dich gehört und ich habe Dich verstanden, mein wunderbarer kuscheliger und lauter kleiner Prinz Löwenherz. Ich rief sofort bei der Tierärztin an und bat um diesen einen letzten Termin. Ich habe mein Leben lang Tiere um mich gehabt und meine Tierärztin wusste sofort, was mein Anruf bedeutete. Du hast noch einmal mit mir gekuschelt, bist ohne Protest in den Transportkorb geklettert, Du gabst auf der Fahrt zur Praxis keinen Ton von Dir und auch in der Praxis warst Du unheimlich still. Meine Tierärztin schaute mich an – Deine Stille, mein süßer Nonno, sagte mehr als tausend Worte. Und als wir Dich für den letzten Weg vorbereiteten, hast Du uns gezeigt, wie dankbar Du bist, dass wir Dich gehört haben und dass wir die Kraft hatten, Dich gehen zu lassen. Wir alle waren bei Dir auf Deinem letzten Weg. Und mit all unserer Liebe bist Du dann gegangen. 🌈
Seither ist es furchtbar still hier bei uns. DU fehlst an allen Ecken und Enden. Aber, ich sage mir immer wieder: Du hattest bei uns noch eine wunderbare Zeit erlebt und uns so viel gegeben. Jetzt bist Du schmerzfrei und spielst mit all den anderen Fellnasen, die uns vorausgegangen sind. Und zu wissen, dass Du jetzt keine Schmerzen mehr hast, macht den Verlust etwas leichter. Jede gemeinsame Minute mit Dir ist nicht mit allem Gold der Welt aufzuwiegen. Du bist und bleibst für immer unser Löwchen, unser Prinz Löwenherz, unser Opi, unser kleiner Terrorzwerg… unser NONNO 💝💝
Du hast uns bewiesen, dass auch alte und kranke Tiere noch so unendlich viel zu geben haben und unglaublich wertvoll sind!
Wir vermissen Dich,
Dein Frauchen Petra, Deine Fellnasen-Freunde Triky-Hummel und Ninja-Kaaater Domino, Deine Tante Susi und Deine Oma Tina und alle die Dich kennenlernen durften
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