PfotenFreunde Sardinien e.V.

Panna

August 2026

Ich kenne Panna schon viele Jahre. Damals lebte sie auf der sogenannten Piazza der L.I.D.A., zusammen mit vielen anderen Hunden. Nie war sie diejenige, die sich in den Vordergrund drängelte. Nie die Lauteste. Nie die, die als Erste zu uns stürmte. Sie wartete. Immer freundlich. Immer zurückhaltend. Wenn die anderen Hunde sich vordrängelten, machte Panna Platz. So war sie einfach. Anspruchslos. Bescheiden. Fast unsichtbar. Und genau das machte sie so besonders.

Irgendwann erzählte uns Marco, dass Panna mittlerweile bereits drei stressbedingte Epilepsieanfälle gehabt hatte. Für uns war klar: Sie musste dort raus. Dass diese Entscheidung einmal mein Herz in tausend Stücke reißen würde, konnte damals niemand ahnen. Als Panna am 17.5.25 bei uns ankam, war sie völlig verunsichert. Alles war neu. Alles war anders. Und doch gab es zwei Menschen, denen sie vom ersten Moment an vertraute: meiner Tochter Jana und mir. Wir waren ihre Konstante. Ihr sicherer Hafen.

Mit uns dauerte es nicht lange, bis sie frei laufen konnte. Eine Leine brauchte sie eigentlich gar nicht. Wo wir waren, war auch Panna. Sie hörte aufs Wort, orientierte sich ständig an uns und hatte immer diese leise Sorge, wir könnten plötzlich verschwunden sein. Dieses Vertrauen war ein Geschenk. Und gleichzeitig eine riesengroße Verantwortung. Denn Panna hatte auch ihre Schatten. Fremde Menschen bedeuteten Stress. Männer bedeuteten noch viel mehr Stress. Der männliche Part unserer Familie hatte bis zum heutigen Tag keine wirkliche Chance bei ihr. Er wurde verbellt, sie lief vor ihm davon, nahm Leckerchen nur mit einem langen „Giraffenhals“ entgegen und hielt stets Abstand. Nicht aus Bosheit. Sondern aus Angst. Und Angst lässt sich nicht einfach wegstreicheln.

Wir gingen dreimal auf Bark Dates. Dreimal keimte Hoffnung auf. Dreimal mussten wir feststellen, dass es einfach nicht passte. Dabei war Panna für uns doch eine so wundervolle Hündin. Aber sie war eben keine Hündin für jedermann. Sie war besonders. Und besondere Hunde brauchen besondere Menschen.

Wie besonders sie wirklich war, wurde uns noch einmal schmerzlich bewusst, als wir nach Italien fuhren. Da sie Frauen deutlich mehr vertraute als Männern, blieb sie bei unserer lieben Nachbarin. Wir waren gerade in Mailand angekommen, als das Telefon klingelte. „Panna ist entlaufen.“ Ich weiß noch genau, wie mir in diesem Moment das Herz stehen blieb. Ohne einen einzigen Gedanken daran, wie viele Kilometer noch vor uns lagen, drehten wir um. Denn wie hätten wir nach Sardinien fahren können, um dort Hunde zu retten, wenn unser eigener Schützling irgendwo allein und voller Angst unterwegs gewesen wäre? Das wäre niemals in Frage gekommen. Und Gott sei Dank – Zuhause angekommen -fanden wir unsere Panna wieder.

Diese Erfahrung zeigte uns noch einmal, wie vorsichtig wir bei ihrer Vermittlung sein mussten.

Dann kam die Anfrage. Ein Haus in Alleinlage am Wald. Kaum Verkehr. Ein eingezäunter Garten. Eine souveräne Retrieverhündin namens Luna. Eigentlich klang alles wunderbar. Und trotzdem sagte ich ab. Weil ich zwar einen Hund auf diesem Platz sah. Aber nicht Panna. Zu groß war meine Sorge. Zu groß meine Angst, ihr nicht gerecht zu werden. Ich schlug stattdessen einen Vorbesuch vor. Einfach nur, um gemeinsam zu schauen, welcher Hund vielleicht wirklich passen würde.

Panna und unseren Pino nahm ich nur mit, weil ich schauen wollte, wie sie mit Tierschutzhunden umgehen, wie es mit Luna passen würde, usw. Heute glaube ich, das Schicksal hatte längst entschieden. Denn nach wenigen Minuten war mir klar, dass ich mich geirrt hatte. Diese Familie war anders. Sie knieten sich zu Panna herunter. Sie bedrängten sie nicht. Sie schauten sie nicht ständig an. Sie ließen ihr Zeit. Sie ließen ihr Raum. Sie begegneten ihr mit einer Ruhe, einer Wärme und einer Empathie, wie man sie nur selten erlebt. Sie wollten nichts von ihr. Sie wollten einfach nur da sein, ihr keine Angst machen. Und genau in diesem Moment begann ich zu glauben. Vielleicht…Vielleicht war das tatsächlich ihre Familie.

Wir machten keinen Schnellschuss. Wir entwickelten einen Plan. Mal fuhren sie zu uns. Mal fuhren wir nach Maßbach. Treffen für Treffen durfte Panna entscheiden. Und sie entschied sich. Ganz langsam. Ganz leise.

Und am 17.07.26 war der Tag. Heute durfte meine Panna ausziehen. Und ich will ehrlich sein. Es fühlt sich an, als hätte jemand ein Stück meines Herzens mitgenommen. Es gibt Pflegehunde, die liebt man. Und dann gibt es Seelenhunde. Panna war meine Seelenhündin.

Sie hat sich so tief in meinem Herzen verankert. Und trotzdem weiß ich, dass es richtig war. Weil dieser Platz nie für einen einzigen Hund bestimmt war. Dieser Platz ist ein Pflegestellenplatz. Ein Platz, auf den in der L.I.D.A. noch so viele Hunde warten. Hätte ich Panna behalten, hätte ich ihr vielleicht einen Wunsch erfüllt, auch mir. Aber ich hätte vielen anderen Hunden ihre Chance genommen.

Und ich hätte einer Familie abgesagt, die mit einer Liebe, einer Fürsorge und einer Achtsamkeit auf Panna zugehen, wie ich sie mir schöner kaum wünschen könnte. Joachim. Anna. Klara. Lena. Luna. Ihr seid jetzt Pannas Familie. Und ich danke euch von ganzem Herzen, dass ihr sie nicht einfach aufgenommen habt. Ihr habt sie verstanden. Ihr habt sie gesehen. Mit all ihren Ängsten. Mit all ihrer Vorsicht. Aber mit einem riesengroßen, sanften Herzen. Und ihr habt an ihr festgehalten von der ersten Sekunde an. Weil es einfach Panna sein sollte.

Ich weiß, dass ihr nichts dem Zufall überlasst. Tracker, Schleppleine, Sicherheitsmaßnahmen – jede einzelne Empfehlung wurde angenommen, nicht weil ihr musstet, sondern weil ihr Panna die Sicherheit schenken wollt, die sie so sehr braucht und die auch ich brauchte um sie guten Gewissens euch überlassen zu können.

Mehr kann man sich für einen Hund nicht wünschen. Und vielleicht…Vielleicht wirst du, Joachim, eines Tages der Mann, dem Panna ihr Herz schenkt. Das wäre wohl die schönste Wendung ihrer Geschichte. Aber das……das erzählen wir ein anderes Mal. Heute darf ich einfach nur weinen weil meine Seelenhündin gegangen ist. Und gleichzeitig vor Glück. Weil sie genau dort angekommen ist, wo ich sie mir immer gewünscht habe.

Mach’s gut, meine kleine, wundervolle Panna, du wirst immer einen großen Platz in meinem Herzen haben. Ti voglio tanto, tanto bene

August 2025

Seit Mitte Mai lebt Panna bei uns in 71672 Marbach am Neckar in Pflege. Schon lange kannten wir sie aus unserem Partnertierheim – immer ein wenig schüchtern, aber doch mit Interesse an uns Menschen.

Der Start ins Familienleben war für Panna eine echte Herausforderung. Alles war neu: Spaziergänge, Gras unter den Pfoten, fremde Menschen, Autos, Pferde, Streicheleinheiten, Leine usw. – alles musste sie erst ganz behutsam kennenlernen. Mit viel Geduld, Liebe und Zeit hat sie nun große Fortschritte gemacht. Heute läuft sie voller Freude bei Spaziergängen mit und genießt die Nähe zu ihren Lieblingsmenschen und Hundefreunden.

Trotzdem ist Panna ihrem Wesen treu geblieben: sie ist eine ruhige, zurückhaltende und sehr liebe Hündin, die keine großen Ansprüche ans Leben stellt. Sie liebt ihre Bezugspersonen über alles und blüht in Gesellschaft von Hunden auf, die ihr wohlgesonnen und in ihrer Art auch freundlich sind und sie nicht bedrängen.

Was Panna bereits kann:

  • Sie ist stubenrein
  • Fährt problemlos im Auto mit
  • Bleibt in ihrem Rudel auch alleine
  • Liebt Spaziergänge
  • Ist wachsam
  • Genießt Nähe und das Zusammensein mit ihren Menschen ohne dabei aufdringlich zu sein
  • kommt gut mit den Katzen und Hunde der Pflegestelle aus

Was Panna sich wünscht:
Ein Zuhause bei einfühlsamen Menschen, die ihr Zeit geben, Schritt für Schritt Vertrauen zu fassen. Sie ist kein Hund, der sofort alles mitmacht – Panna braucht Geduld und Verständnis, um in neuen Situationen anzukommen.

Ein souveräner, netter Hundekumpel wäre ihr größtes Glück, denn er gibt ihr Sicherheit und unerlässlich um so manche Hürde zu meistern. Männer im Haushalt verunsichern sie noch sehr – hier braucht es Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen. Wer eine Erwartungshaltung mitbringt wird kein Glück bei Panna haben. Kinder ab Teenageralter findet sie dagegen toll und öffnet sich ihnen schnell. Katzen sind für Panna übrigens gar kein Problem. Jagdtrieb zeigt sie bislang nicht.

Wer schenkt dieser sanften, weißen Schönheit endlich ihr Für-immer-Zuhause?

Panna und ihre vier Geschwister wurden damals in Murta Maria völlig alleine und verlassen aufgefunden. Sie waren fünf von unzähligen ausgesetzten Welpen, die nicht gewollt waren. So wurden sie sich selbst überlassen und niemanden interessierte, was mit ihnen passieren würde. Zum Glück gab es aufmerksame Menschen, die nicht wegschauten. Kurzerhand wurden die Kleinen eingesammelt und in unser Partnertierheim nach Olbia gebracht.

In der L.I.D.A. waren Panna und ihre Geschwister nun erst mal in Sicherheit und liefen nicht in Gefahr, von einem Auto erfasst zu werden. Sie mussten keine Angst haben zu verhungern.

Zwei von Panna’s Geschwistern haben schnell ihr Traumzuhause gefunden, ihre Schwester Panina ist seit Anfang 2024 auf einer Pflegestelle in Deutschland. Für Panna und ihren Bruder Piro gab es leider noch nie eine Anfrage. Für mich ist das unerklärlich, denn Panna ist eine wundervolle Hündin. Bei jedem unserer Besuche war sie uns gegenüber immer aufgeschlossen und fröhlich. Sie lächelte sogar ab und an, wenn sie ein paar Minuten die Aufmerksamkeit von uns Menschen bekam.

Leider ist Panna mittlerweile absolut gestresst und mit dem lauten Tierheimalltag völlig überfordert. Sie ist keine Hündin, die sich in den Vordergrund stellt. Und so geht sie unter all den anderen Hunden auf der Piazza völlig unter. Sie würde gerne weiterhin Kontakt zu uns Menschen aufnehmen, wird aber von den anderen Hunden zur Seite gedrängt. So zieht sich die hübsche Maus leider immer weiter zurück.

Wir suchen für Panna eine versierte Pflegestelle oder ein superschönes Zuhause. Am besten hat sie dort einen souveränen und offenen Ersthund, der sie an die Pfote nimmt und ihr zeigt, wie schön das Leben außerhalb des viel zu lauten Tierheims ist.

Möchten Sie Panna bei sich aufnehmen und ihr ein ruhiges und warmes Plätzchen bei sich zu Hause geben? Dann nehmen Sie bitte Kontakt zu mir auf.

Hinweis:

Die Angaben über die Tiere in Deutschland, werden in Zusammenarbeit mit unseren Pflegestellen laufend aktualisiert und neu bewertet. Alle Hunde, die in Deutschland auf einer Pflegestelle sind, werden mindestens einmal einem Tierarzt vorgestellt. Beim ersten Check werden Augen, Ohren, Zähne, Herz, Lunge, etc. kontrolliert. Zudem wird dem Hund Blut zur Kontrolle der Reisekrankheiten entnommen. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich. Die Mehrzahl unserer Vermittlungstiere hat nie ein festes Zuhause kennengelernt und mit Menschen wenig oder keine guten Erfahrungen gemacht Diese Prägungen können bei einigen Tieren psychische Spuren oder körperliche Defizite hinterlassen.

Pfote im Glück

Test- und Impfstatus
Reisespende erhalten!

Herzlichen Dank an die liebe Unterstützerin:

Gabriele aus Sachsen-Anhalt

Weitere Hunde

Andere Hunde in der Vermittlung

Giorgio

Georgio ist ein welpentypisch verspielter kleiner Kerl, er sucht ein verantwortungsbewusstes Zuhause.

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Gigloila sucht ein verantwortungsbewusstes und liebevolles Zuhause.
Sie ist welpentypisch verspielt und lieb.

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Sie sucht ein verantwortungsbewusstes Zuhause auf Lebenszeit.

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Giordano ist welpentypisch verspielt und unbeschwert.
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Infos zu den Icons der Hunde

Verträgt sich mit Hündinnen

Verträgt sich mit Rüden

Kleintiere – kommt mit Kleintieren zurecht.

Anfängerhund – der Hund ist auch für Hundeanfänger geeignet.

Familienhund – kann auch zu Familien mit Kindern vermittelt werden.

sozial

Katzenverträglich

Einzelprinz/-Prinzessin

Unser brandneuer Kastrationsfonds!

Prävention beginnt bei der Reduzierung der Not!

Infos zu den Icons der Katzen

Katzenpärchen

Pärchen – die Katzen werden nur zusammen vermittelt.

Katze verträgt sich mit Hunden – wir haben bei diesem Tier festgestellt, dass bisherige Hundebegegnungen problemlos waren.

Freigänger

Freigänger – diese Katze wird nur an Adoptanten vermittelt, die einen Freigang der Katzen anbieten können.

Prinz/ Prinzessin – diese Katze kann nur an einen Einzelplatz vermittelt werden, da sie sich nicht mit anderen Katzen verträgt.

sozial

Katze verträgt sich mit anderen Katzen

Anfängerkatze – hierbei handelt es sich um eine problemlose Katze, die an den Halter keine besonderen Anforderungen stellt.

Familiengeeignet – für Familien (lebhaftere Haushalte) geeignet.