PfotenFreunde Sardinien e.V.

Maremmano

Geschichte und Herkunft

Es wird vermutet, dass der Maremmano im Zuge der Rückkehr der römischen Legionen aus Mesopotanien und Assyrien nach Italien mitgebracht wurde. Seine Verbreitung entstand durch die Arbeit der Wanderhirten und erstreckte sich von Apulien bis nach Sardinien.
1958 wurde dieser Herdenschutzhundtyp als Rasse des Pastore Maremmano Abruzzese anerkannt. Hierbei wurde der Maremmano Typ aus der Ebene mit dem Abruzzese Typ aus den Bergen zu einer Rasse zusammengefasst.

Rassebeschreibung 

Rassebeschreibung FCI-Gruppe 1.1./201
Größe: 60-73cm

Erscheinungsbild

  • Körper: groß, robust und kräftig gebaut, dennoch majestätisch und stilvoll, nicht schwerfällig
  • Ohren: hoch über dem Jochbein angesetzt, hängend, Ende läuft immer spitz zu, sind sehr beweglich und im Verhältnis zur Größe des Hundes relativ klein
  • Augen: ockerfarben oder dunkelbraun in seitlicher Position, mandelförmige Lidöffnung und aufmerksamer Ausdruck
  • Nasenschwamm: groß mit großen Nasenöffnungen, schwarz pigmentiert
  • Kiefer/Zähne: kräftige Kiefer, Scherengebiss
  • Rute: reicht bis zum Sprunggelenk, mit dichtem Haar ohne Fransen
  • Haare: sehr dicht und teilweise lang an der Schnauze und am Schädel und auf der Vorderseite der Gliedmaßen, haben oft prächtige Mähne
  • Farben: uniweiß , aber auch elfenbeinfarben
  • Gangwerk: stolz und majestätisch, niemals hektisch oder nervös

Rassespezifische Charakterzüge 

Der Charakter des Maremmano ist ruhig, gutmütig, aber auch achtsam gegenüber Fremden. Er ist ein guter Wächter von Haus und Hof und schützt auch die „zum Rudel gehörenden Menschen“. Da er als Schutzhund von Schafherden gezüchtet wird, zeigt er ein selbstbewusstes, aber auch eigensinniges Verhalten. Er kann seine Arbeit ohne Anwesenheit des Menschen machen und verhält sich dabei ruhig, und aufmerksam.
Der Marammano muss nicht abgerichtet werden, um seine Arbeit gut zu verrichten. Er weiß instinktiv, was wann gemacht werden muss. Aus diesem Grund wird er nie die Unterwürfigkeit zeigen, wie man sie bei vielen Hunderassen sieht.
Das heißt aber nicht, dass ein Maremmano keine Führung braucht. Sie können seinen Gehorsam nicht erzwingen, aber eine gute Beziehung aufbauen, basierend auf gegenseitiger Freundschaft und Vertrauen.
Wenn Sie einen gehorsamen Hund suchen, der sofort auf Ihre Befehle reagieren soll, ein Hund mit dem Sie Frisbee spielen und Tricks erarbeiten möchten, dann ist der Maremmano nicht die geeignete Rasse.
Wer sich für diese besondere Rasse entscheidet, sollte die Unabhängigkeit des Maremmanos akzeptieren und zu schätzen wissen.

Haltungsempfehlung 

Wie oben beschrieben, unterwirft sich der Maremmano nicht bedingungslos, er akzeptiert aber die vom „Rudelführer“ gesetzten Grenzen und Verbote.
Dominanzgehabe (Schläge oder Anschreien) führen bei dieser Rasse (aber auch bei anderen Rassen) zu Auflehnung oder Angstverhalten. Ein selbstbewusstes und souveränes Auftreten ist wichtig, denn es gibt Sicherheit und nimmt die Verantwortung zu handeln ab.
Abwechslungsreiches Training, gemeinsame Beschäftigung, schöne Wanderungen, aber auch Lob und körperliche Zuwendung sind die Grundlage für ein harmonisches Zusammenleben.
Auch wenn das Fell weiß und teilweise lang ist, bedarf es wenig Pflege. Ist der Schmutz im Fell trocken, löst er sich von alleine ab. Alles andere kann einfach mit einer Bürste entfernt werden. Der typische Geruch von nassem Fell bleibt bei dieser Rasse aus.
Der Maremmano ist kein Hund für die Stadtwohnung. Er liebt es, draußen zu sein und zu beobachten, bei Wind und Wetter. Daher vermitteln wir Maremmano (-mischlinge) nur an Personen mit Hundeerfahrung, Haus und eingezäuntem Garten plus Familienanschluss. Wir akzeptieren keine Zwinger -Ketten- oder Außenhaltung.
Gegenseitiges Vertrauen, Respekt und Zuneigung bilden die Grundlage für eine lebenslange Freundschaft und eine tiefe Verbundenheit mit Ihrem Maremmano.

Infos zu den Icons der Hunde

Verträgt sich mit Hündinnen

Verträgt sich mit Rüden

Kleintiere – kommt mit Kleintieren zurecht.

Anfängerhund – der Hund ist auch für Hundeanfänger geeignet.

Familienhund – kann auch zu Familien mit Kindern vermittelt werden.

sozial

Katzenverträglich

Einzelprinz/-Prinzessin

Infos zu den Icons der Katzen

Katzenpärchen

Pärchen – die Katzen werden nur zusammen vermittelt.

Katze verträgt sich mit Hunden – wir haben bei diesem Tier festgestellt, dass bisherige Hundebegegnungen problemlos waren.

Freigänger

Freigänger – diese Katze wird nur an Adoptanten vermittelt, die einen Freigang der Katzen anbieten können.

Prinz/ Prinzessin – diese Katze kann nur an einen Einzelplatz vermittelt werden, da sie sich nicht mit anderen Katzen verträgt.

sozial

Katze verträgt sich mit anderen Katzen

Anfängerkatze – hierbei handelt es sich um eine problemlose Katze, die an den Halter keine besonderen Anforderungen stellt.

Familiengeeignet – für Familien (lebhaftere Haushalte) geeignet.